Der Webdesigner und das magische Einhorn

Immer wieder werde ich gefragt, was ich beruflich mache. Die kurze Antwort: Ich bin Webdesigner. In Wirklichkeit ist Webdesigner wohl ein zu plumper Begriff für das was ich mache. Als Selbständiger in der Webszene braucht man ein breit gefächertes Wissen. Um es in den Worten von Jeff Gothelf zu sagen, ich bin ein UX Unicorn – oder zumindest eine einfache Form davon.

Ein User Experience Unicorn ist ein Designer der die Abläufe und Workflows, Interactiondesign, Usability und seine verwandten Forschungsfelder, Prototyping und vieles mehr mit guten Visual Design Fähigkeiten kombiniert. Wenn man dann sogar noch  programmieren kann, glitzert das Unicorn auch noch vor sich hin.

A UX unicorn is a designer who understands workflow, interaction design, usability (and related research fields), prototyping etc and marries that with strong visual design skills. Extra sparkles if they can code.

Zusatzaufgaben als Selbständiger

Als frischer Unternehmer fehlen mir natürlich noch die grossen Projekte, um diese Fähigkeiten zu 100% ausüben zu können. Dafür kommen weitere Arbeitsfelder hinzu, die man als angestellter Webdesigner nicht hat. Das fängt bei der Kunden-und Projektgewinnung an. Diese Projekte müssen dann auch organisiert werden. Natürlich bin ich auch die Anlaufstelle für den  Kunden wenn er Fragen oder Anregungen hat. Die Kommunikation mit den Kunden wird oft unterschätzt.

Doch was mach ich denn jetzt neben den ganzen Unternehmens- und Projektleitungstätigkeiten? Das ist natürlich von Projekt zu Projekt verschieden. Es gibt keine Vorgehensweise, die auf jedes Projekt angewandt werden kann. In den letzten Jahren habe ich mir aber ein Sammlung an verschiedensten Techniken angelegt. Aus dieser Sammlung kann ich mich dann bei jedem neuen Projekt bedienen.

 

webdesigner-farbauswahl

Die Auswahl des Webdesigners ist gross – auch bei den Farben – Foto: stocksnap.io

 

Vorgehensweise im Überblick

Was nun folgt sind die verschiedenen Elemente für ein gutes Webprojekt – welches oft auch weit über das Web hinaus seine Früchte trägt. Die einzelnen Punkte werde ich in einem folgenden Blogpost genauer erläutern.

  • Den Kunden kennenlernen
  • Den Benutzer kennenlernen
  • Bestehende Daten und Konkurrenz analysieren
  • Inhalts- und Informationsarchitektur
  • Konzeptionelles Design
  • Scribbles und Wireframe Prototypen
  • Interactiondesign
  • Visuelles Design
  • Entwicklung
  • Testing

Natürlich ist das eine recht vereinfachte Form des ganzen Prozesses. Es soll aber einen Einblick in die Arbeit eines Webdesigners geben und vielleicht dem ein oder anderen hilfreiche Tipps mit auf den Weg geben.

Weiter gehts dann im Teil 2.